Als Mose mit dem Volk Israel in der Wüste unterwegs war, kamen Schlangen (es müssen wohl jede Menge gewesen sein) ins Lager und bissen viele Leute, so dass sie starben. Da rannten sie zu Mose und sagten: „Bitte den Herrn, dass Er die Schlangen von uns nimmt!“ Gottes Antwort ist erstaunlich: Mose bekommt den Auftrag, eine Schlange aus Kupfer anzufertigen und sie an einem so hohen Pfahl zu befestigen, dass sie weithin sichtbar ist. Dann würde jeder, der diese Schlange ansieht am Leben bleiben.

Und so wird die ganze Situation wiederum zu einer der vielen Herausforderungen während der Wüstenjahre, in denen es tatsächlich um Leben und Tod ging. Eine Aufforderung Gott zu vertrauen, angesichts einer lebensbedrohlichen Gefahr. Es erfordert eine bewusste, mutige Entscheidung, sich von Angst, Abwehr und Selbstverteidigung ab-, und dem Rettungsangebot Gottes zuzuwenden, obwohl die Schlangen bereits am eigenen Körper herumkriechen und zubeißen.

Die Botschaft der hoch aufgerichteten, kupfernen Schlange lautete: Hier ist die Bedrohung bereits überwunden, besiegt, erledigt. Die Schlange am Holzpfahl ist völlig machtlos und unfähig geworden. Bei wem auch immer dieser Glaube im Herzen entzündet wurde, der erlebte in der ganz echten Realität, dass kein Schlangenbiss ihm schaden konnte. Bei aller Beschäftigung mit dem Teufel in dieser Ausgabe gilt für uns das gleiche Rettungsangebot: Im Blick auf Jesus Christus wird in uns der Glaube erweckt, dass wir es mit einem besiegten Feind zu tun haben.

Gerd Reschke