Zum Gottesdienst-Team unserer Gemeinde gehören Lektoren und „Fürbitter“. Die Aufgabe der Lektoren besteht darin, den jeweiligen Bibeltext klar und eindrücklich zu lesen, damit ihn die Zuhörer gut verstehen und behalten können. 

Dazu wird auch die entsprechende Bibelstelle zum möglichen Nachlesen genannt. Im Anschluss erfolgt die Überleitung zum gemeinsamen Bekenntnis – „Was wir glauben…“. Danach informieren sie die Gemeinde über den Zweck der Kollekte, die anschließend gesammelt wird. 

Manchmal weicht der Ablauf von der Norm etwas ab, z.B. durch Ansagen bei Segnungen, Taufen oder Aufnahmen; dann ist Flexibilität gefordert. Durch langjährige Erfahrung schaffen unsere Lektoren das mit Bravour, es darf aber gerne auch mal locker zugehen. Humor gehört in unserer Gemeinde immer dazu.

Die Fürbitter sprechen ein vorbereitetes, selbst formuliertes „Gebet für andere“. Traditionell hieß es „Fürbittengebet“. Dafür halten sie im näheren Umfeld, in Gemeinde, Stadt und Land Augen und Ohren offen, um wahrzunehmen, wo äußere oder innere Not herrscht. Die schließen sie, wie auch das Weltgeschehen, in ihr Gebet ein. Sie informieren sich durch die öffentlichen und die christlichen Medien, z.B. das Magazin von „open doors,“ das vom Leid der Christen in den Verfolgungsländern berichtet. Menschen, die ein Gebet für sich brauchen und sogar darum bitten, gibt es genug. Überall!

Das Gebet hat seinen Platz am Ende des Gottesdienstes und geht in der Regel über in das Gebet des Herrn, das gemeinsame „Unser Vater“. Unmittelbar darauf folgen Segen und Schlusslied.

Eine weitere Aufgabe gibt es beim Abendmahl. Hier helfen jeweils drei aus dem Team dem/der Pfarrer/in, indem sie Brot und Traubensaft austeilen. Dadurch wird die Zeit, die das Abendmahl einnimmt, deutlich reduziert. Jedem einzelnen Teilnehmer zuzusprechen, dass Brot und Saft den Opfertod Jesu vergegenwärtigen und dieses für ihn ganz persönlich gilt, ist ein besonders schöner Dienst!

Man kann immer noch dazulernen und daher gibt es auch für uns hin und wieder eine Fortbildung, z.B. ein professionelles Sprechseminar. Ist das übertrieben? Ganz gewiss nicht. Richtige Betonung ist unerlässlich! Das Wichtigste ist doch, dass gelesene Texte den Zuhörer aufmerksam folgen lassen, ihn ansprechen. Auch beim Gebet soll jeder innerlich mitbeten können und nicht gelangweilt „abschalten.“ 

Zweimal im Jahr treffen wir uns mit Pfarrerin Gabi Beuscher zum Feedback. Gelegenheit zu besprechen, was evtl. geändert wird, oder was man noch besser machen könnte. Außerdem koordiniert Teamleiterin Tanja den „Dienstplan“ für das nächste Halbjahr. Dabei lassen wir es uns gut gehen, ist doch klar! Bei Tee und leckeren mitgebrachten Snacks geht es durchaus fröhlich zu. 

Auf unserer Homepage wird der Gottesdienst „Mittelpunkt des Gemeindelebens“ genannt. Uns macht’s Freude, unserem Herrn und der Gemeinde auf diese Weise zu dienen.    

Ursel Göttges