So, oder ähnlich klingt es, wenn Sie am Sonntagmorgen unsere Kirche betreten. 

Zwei Mitarbeiter stehen eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes an der Tür und wollen eine einladende, herzliche Atmosphäre für die Besucher schaffen. Dabei können dann direkt Neuigkeiten ausgetauscht oder Fragen gestellt werden. Besonders wichtig ist der Dienst für Menschen, die zum ersten Mal in den Kelzenberger Gottesdienst kommen. Deshalb stehen jetzt auch seit über sechs Jahren immer zwei Begrüßer am Eingang. Einer kann sich dann direkt etwas intensiver um die Neulinge kümmern, während der andere weitere Gäste begrüßt.

Aufgebaut hat den Kelzenberger Begrüßungsdienst einer der beliebtesten Kelzenberger, der im Frühjahr 2017 verstorbene Pavel Hovorak. Als er Anfang der 1980er Jahre als „Fremder“ in Kelzenberg seine geistige Heimat fand, wollte er nicht nur Kirchenbesucher sein, sondern seinem Herrn auch aktiv dienen. Und er erkannte ein Defizit in der Kelzenberger Willkommenskultur. Sonntag für Sonntag stand er seitdem im Eingangsbereich, begrüßte die Leute und schob in den Gesangbüchern sogar schon mit viel Liebe zum Detail die Einlegebändchen an die richtige Stelle für die ersten Lieder.

Seitdem sind Jahrzehnte vergangen – weil die Lieder jetzt an die Wand projiziiert werden, hat sich das Gesangbuch-Verteilen erledigt. Dafür werden aber schon mal Flyer und Kopfhörer ausgegeben oder Blätter mit den aktuellen Monatsliedern.

Der Dienst hat sich den aktuellen Gegebenheiten angepasst und ist nicht mehr zu Gottesdienstbeginn beendet. Durch die steigenden Besucherzahlen entsteht gerade im hinteren Bereich der Kirche zu Beginn des Gottesdienstes mehr Unruhe – und bis 10.15 Uhr kommen immer noch Besucher, die von den Begrüßern dann schon mal mit einem „Pssst-leise“ auf den Lippen zu freien Plätzen oder auf die Empore geschickt werden.

Seit vielen Jahren leitet Isabell Hille jetzt das Begrüßungsteam, in dem zur Zeit neben ihr noch Marlies Büchen, Sabine Schmiedeke, Jörg Gerhard, Ralf Kunze und Wilfried Lüngen die Lust auf den Gottesdienst vermitteln wollen.

Wilfried Lüngen