Lieber Ezali Mokili (gemeint ist Peter Gohl, die Red.), das Thema unserer Sitzung war: Wer im reichen Europa könnte unsere Kirche wohl noch unterstützen?

Wir, hier im Urwald, haben nie Geld. Die Angestellten der Kirche müssen oft lange auf ihr Gehalt warten. Wer krank wird und nicht beten kann, ist ganz arm dran. Anweisungen und Finanzspritzen von Deutschen und Engländern haben wir schon oft bekommen, trotzdem leben wir immer um Null rum. Eigentlich sollte sich unsere Kirche ja finanziell selbst tragen, aber unsere Mitglieder im Urwald leben doch fast ganz ohne Geld, und von nichts kann man nichts nehmen.

Es gab viele Ideen, die aber auch wieder verworfen wurden. Aber dann sagte jemand: Wir hier sind keine Firma oder Gesellschaft! Wir sind die Kirche von Jesus! Was sagt der denn eigentlich zu alledem? Wir blicken nach Europa wie das Volk Israel in der Wüste nach Ägypten. Ja, damals bei den Weißen gab es keine Finanzprobleme, aber diese Zeit ist vorbei.

Wir wissen, was wir brauchen und wollen. Aber wer fragt schon danach, was Gott eigentlich will? Am Ende der Sitzung beten wir immer: Unser Vater im Himmel! … Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden! Wer erst mal in Gottes Willen und Plan ist, dessen Wünsche können dann auch angehört werden!

Also, außer Gott fanden wir im Moment noch keinen Helfer. Bevor aber die Sitzung mit Lied und Gebet geschlossen wurde, fragte jemand nach aktuellen Anliegen. Da sagte Richard, dass du im Badezimmer gestürzt bist und dich verletzt hast. Die meisten hier wissen ja nicht, was ein Badezimmer ist. Aber als wir dein Foto sahen, haben wir alle für dich gebetet.

Zuletzt hat der Generalsekretär ein langes Gebet gesprochen. Er hat dich mit der Tabita verglichen, die starb und durch Gebet wieder auferweckt wurde, Apg. 9, 36. Du hast hier wie Tabita den Armen geholfen, du wirst also gesund. Zuletzt haben wir noch 20 Dollar für deine Behandlung gesammelt.

Die 20 Dollar kommen natürlich nicht nach Deutschland, sondern hier in die Diakoniekasse.

Gott, der HERR tötet und macht lebendig, führt hinab zu den Toten und wieder herauf. Er macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht. Er hebt den Dürftigen aus dem Staub und erhöht den Armen aus der Asche, dass er ihn setze zu den Fürsten. Gott wird unserer Kirche den Weg zeigen. Sei sicher, dass er dich auch wieder gesund macht.

Ich, dein Freund Isifelo Botay