Sonnenblumen-Margarine, Selbstbedienungsmarkt,SB-Tankstelle, SB-Möbel?

Alles falsch. Wir vom Team haben jedenfalls immer unseren Spaß, wenn wir die Leute raten lassen. Bislang ist noch keiner von selbst drauf gekommen. SB-Team bedeutet in Kelzenberg: „Schöner-Beten-Team“. Auch das macht die Sache nicht klarer. Nicht wirklich.

Aber eigentlich sagt dieser Name genau unser Programm. Wir sorgen dafür, dass man in Kelzenberg schöner beten kann und nicht nur das: schöner sitzen, schöner Gottesdienst feiern, schöner Kaffee trinken, schöner Hauskreis treffen, schöner Bücher schmökern. Und sorry, auch schöner aufs Klo gehen. Wir denken, dass man das alles auch in irgendwelchen ungemütlichen und krosigen Ecken tun kann. Aber:

„Wir wollen Kirche und Gemeindehaus zu einem attraktiven und einladenden Ort gestalten, in dem Menschen sich wohl und willkommen fühlen.“ So steht das in unserer Aufgabenbeschreibung. Wir finden Jesus Christus und den Glauben attraktiv und einladend, in seinem Haus soll man genau dies erkennen.

Das SB-Team entstand, als 2006 der letzte Gemeindehausanbau errichtet wurde. Damals waren wir ein recht großes Team, was, angefangen von Gardinen, Möbeln, Kaffeeautomat, Lampen, aussagestarken Bildern bis hin zum knallroten Billardtischbezug, alles geplant und ausgesucht hat.

Das nächste Projekt war die Kirchenrenovierung. Wir hatten 1000 und 1 Idee. Das Denkmalamt hat uns schnell zurechtgestutzt. Trotzdem hatten wir genug umzusetzen. Viel Glas, einheitliches Farbkonzept, eine variable und vielseitige Lichtinstallation, moderne Heizkörper… Zuletzt haben wir den Kreis-saal umgestaltet. So wenige Kosten wie nötig, so viel Schön wie möglich. Wie gut, dass die Gaben im Team unterschiedlich verteilt sind: Manche sind echte Internet-Wühlmäuse und finden dort alles, was man braucht. Andere können mit Möbelfirmen sehr erfolgreich Rabatte aushandeln – es geht ja immer um sorgsam zu behandelnde Spendengelder.

Nicht alle unsere Aufgaben machen so viel Spaß wie das Neugestalten. Wir sind auch das Ordnungsamt der Gemeinde. Das heißt, wir gehen regelmäßig durchs Haus, fischen Turnschuhe, Haarklämmerchen, Kulis, Notenblätter, sogar Bibeln aus dunklen Ecken und sortieren in der Garderobe hängengebliebene Hüte, Schirme und Anoraks in die Flohkiste.

Gar nicht angenehm ist es, wenn man ab und an die ganze Mannschaft ermahnen muss. „Macht doch die Türen zu! Macht doch das Licht aus! Räumt doch die Colaflaschen nach Gebrauch weg!“

Man denkt dann: Es ist wie zu Hause. Da gibt es auch alle Vierteljahr ein Donnerwetter und dann läuft es wieder. Bis zum nächsten Mal….

Wenn Sie also im Gemeindehaus Leute mit Zollstock, dicken Ordnern unter dem Arm und einem Bleistift hinterm Ohr herumrennen sehen, spätestens dann wissen Sie: SB-Team! Es wird wieder irgendetwas umgeräumt.

Gabi Beuscher